Reinhold Messner hat so ziemlich alles geschafft, was ein Bergsteiger schaffen kann: Der Sohn eines Dorfschullehrers aus dem Villnösstal hat alle 14 Achttausender dieser Welt bestiegen, er war (zusammen mit Peter Habeler) der erste Mensch, der den Everest ohne Flaschensauerstoff bezwang. Er hat in Begleitung von Arved Fuchs die Antarktis durchquert und im Alleingang die Wüste Gobi. Doch nicht genug damit, der lange ungeliebte Sohn Südtirols hat seiner Heimat eine Reihe von Bergmuseen beschert, er hat als Europa-Politiker die Positionen der Grünen vertreten und Berge von Büchern veröffentlicht. Kein Wunder, dass dieser Mann zur lebenden Legende wurde. Filme wurden mit und über ihn gedreht, – und nun hat er es auch in einen Comic geschafft. Ein komplexes Leben in drei Kapiteln Der italienische Zeichner und Buchautor Michele Petrucci hat sich daran gemacht, Messners „komplexes Leben“ als einen Comic in drei Kapiteln zu erzählen: „Der Berg“, „Die Leere“, „Der Phönix“. Wobei Petrucci nicht linear erzählt, sondern leitmotivisch den Mann porträtiert, der immer neue Herausforderungen sucht, dessen Gedanken aber immer um die eine Tragödie kreisen, die sein Leben verändert hat: Um den Tod seines Bruders Günter am Nanga Parbat. Petrucci zeichnet die beiden Messner-Brüder als Seelen-Verwandte, die unter der Knute des strengen…
Im syrischen Aleppo tobt ein erbarmungsloser Krieg. Hunderttausende von Menschen sind eingeschlossen und hilflos den Bomben ausgeliefert. Doch während die ganze Welt auf diese gequälte Stadt starrt, ereignen sich in den Dörfern Dramen, bei denen ganze Familien ausgelöscht werden. Mit ihrem Roman „Tränen unter dem Granatapfelbaum“ will die Journalistin Vanessa Altin auf diese vergessenen Tragödien aufmerksam machen und denen eine Stimme geben, die längst voller Verzweiflung verstummt sind. Der Terror der Rattenmänner „Rattenmänner“ nennen die kurdischen Kämpfer die Männer vom IS, die den Bürgerkrieg in Syrien für ihre eigenen Zwecke nutzen und die Zivilbevölkerung terrorisieren. Das Mädchen Dilvan, Dilly genannt, ist mit ihren 13 Jahren eigentlich viel zu jung, um sich in den Kampf zu stürzen. Aber seit sie mit ansehen musst, wie ihre Mutter und ihre Schwester von den IS-Terroristen mit Stockschlägen auf einen Laster getrieben wurden und einer der Männer das Baby der Familie brutal zum Köpfen zerrte, kann sie nur mehr an Rache denken. Und daran, wie sie dabei helfen könnte, ihren Heimatort von den Rattenmännern zu befreien. Ihr großes Vorbild ist die mutige Kämpferin Rehana, die selbst hart gesottene IS-Krieger das Fürchten lehrt. Während gleichaltrige Mädchen in unseren Breiten vom neuesten iPhone träumen, träumt Dilly davon,…