Es geht um Abschied und Aufbruch in dem Roman „Wer braucht schon Wunder“ von Anne Müller. Lika, die Ich-Erzählerin musste schon einmal Abschied nehmen – von ihrer Mutter, die bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Und sie weiß eines: „Wer zu Trauernden ‚Das Leben geht weiter‘ sagt, der hat wirklich nichts, aber auch rein gar nichts verstanden.“ Eine Sommerliebe Nun steht ihr erneut ein Abschied bevor. Um Theaterwissenschaft zu stud...
Harper Green ist ein ganz normales Mädchen in einer scheinbar intakten Familie, bis sie bei der Beerdigung einer früheren Freundin Lucas trifft und entdeckt, dass sie Gedanken lesen kann. Von da an ist nichts mehr wie es war. Vielleicht war es ja auch nie so, wie Harper gedacht hat. Verabredung in Kill River Sie hat sich zwar nie ganz wohl in der Gated Community gefühlt, in der sie seit dem Tod ihres Vaters leben. Eine schicke, gesch...
Saša Stanišić kam mit seinen Eltern aus Bosnien nach Deutschland und hat als Autor schon einige Preise abgeräumt. Der Vater eines Sohnes hat auch zwei Kinderbücher geschrieben. „Wolf“ ist sein erster Kinderroman. Es geht um ein Ferienlager im Wald, um Ausgrenzung, Null Bock, Mut und Mobbing – und um einen Wolf. Außenseiter und Opfer Kemi – den Namen des Ich-Erzählers erfährt man ganz zum Schluss – wäre eigentlich der „perfekte ...
„Wir waren glücklich hier“, ist der Titel von Christoph Reuters Roadtrip durch Afghanistan. „Wir waren glücklich hier“, sagte dem Reporter ein junger, gut ausgebildeter Afghane, bevor er zusammen mit anderen sein Land in einer Frachtmaschine verläßt. Konnte man in diesem seit einem halben Jahrhundert vom Krieg heimgesuchten Land glücklich sein? Und was für eine Zukunft erwartet die, die bleiben? Extreme Erlebnisse Reuter nutzt die ku...
Er ist schon ein bisschen unbeholfen, dieser Sörensen. Aber das macht den KHK im fiktiven Städtchen Katenbüll erst so richtig sympathisch. Es menschelt ordentlich in den Krimis von Sven Stricker, der für seinen Krimi „Sörensen hat Angst“ für den Glauser-Preis 2017 nominiert war. Viel um die Ohren Jetzt also: Sörensen sieht Land. Doch bis es soweit ist, dauert es gute 500 Seiten. Denn der schnellste ist der Kriminalhauptkommissar nich...
Jessame Chan regt mit ihrem nur leicht dystopischen Roman „Institut für gute Mütter“ zum Nachdenken an – und zu Diskussionen. Denn die amerikanische Autorin nimmt die aktuellen Debatten um Mutterschaft, Feminismus, Rassismus und staatliche Eingriffe ins Privatleben zum Ausgangspunkt einer ebenso spannenden wie deprimierenden Geschichte. Ein Fehltritt und die Folgen Es war nur ein kurzer Fehltritt, der Frida ihre Tochter und ihr Leben...
Martin Suter mag es edel. Auch in seinem neuen Roman Melody öffnet er die Tür zu einem stilvollen Haus, in dem der Eigentümer, einst hohes Tier in Politik und Wirtschaft, als gebrechlicher alter Mann residiert. Umhegt von Butler und Köchin. Doch Dr. Peter Stotz reicht es nicht, dass er sich alles leisten kann; er braucht jemanden, dem er imponieren, mit dem er reden kann. Deshalb engagiert er den angehenden Juristen Tom als eine A...
Daniel Glattauer nimmt in seinem neuen Roman „Die spürst du nicht“ die Lesenden mit auf eine Achterbahn der Gefühle und am Ende auch mit zu Menschen, „von denen wir nichts wissen wollen, weil wir sie nicht spüren“. Wie viele Tragödien fängt auch diese Geschichte ganz harmlos an. Zwei befreundete Familien fahren in die Toskana, um Ferien in einer noblen Villa mit Pool zu machen: die Binders und die Strobl-Marineks und ihre drei Kind...
Es sind kleine Plätze mit Familienanschluss und große mit Hotelambiente, die Heidi Siefert und Manuela Blisse für diesen Campingführer aus Empfehlungen der Pincamp-Community zusammengestellt haben. So unterschiedlich diese Plätze auch sind, alle eint das Bestreben, den Gästen eine wohlige Auszeit zu bieten. Das kann die Saunalandschaft sein, ein Badeteich oder der See vor der Haustür. Piktogramme und nützliche Infos Die Autorinnen er...
„Männer starben bei uns nicht“, heißt es gleich zu Anfang des neuen Romans von Annika Reich. „Männer kamen und gingen“. Doch in diesem Frauenhaushalt, den Reich in „Männer sterben bei uns nicht“ entwirft, kommt und geht kein Mann. Frauen unter sich Die Frauen in dem Anwesen am See, „das vor Pracht, Verheißung und Verhängnis vibrierte wie sonst nur große,destruktive Lieben“, bleiben in diesem weiblichen Kosmos unter sich: Die alle beh...